Aiterhofen

Straubinger Straße 4, 94330 Aiterhofen, Deutschland

3.409 Einwohner

Die Gemeinde Aiterhofen setzt sich aus den ehemaligen Gemeinden Aiterhofen, Geltolfing, Niederharthausen und Amselfing zusammen.

Geschichte:

 

Früher als in vielen anderen Orten des Gäubodens setzt in Aiterhofen die schriftliche Überlieferung ein.

Bereits 773 wird der Ort als Eitraha als agilolfingischer Herzogshof, an dem Tassilo III mehrfach weilte, erwähnt.

Zu dieser Zeit war das Gebiet von Aiterhofen schon seit Jahrtausenden wieder und wieder besiedelt gewesen.

 

Die Siedlungstätigkeiten beginnen in der Jungsteinzeit um 5500 - 2300 v. Chr.

Zu Beginn dieser Zeit wurden die Menschen sesshaft und errichteten feste Häuser, die sie bald zu ersten Dörfern gruppierten.

Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht und verstanden es, aus Ton Keramik herzustellen und zu brennen.

 

Die älteste bäuerliche Kultur wird nach der bandförmig eingeritzten und eingestochenen Verzierung ihrer Gefäße als Linearbandkeramik bezeichnet.

Aus dieser Zeit stammen die bisher ältesten Funde im Gemeindegebiet.

Im Aitrachtal sind allein zwischen Geltolfing und Ittling zehn Siedlungen der Linearbandkeramik bekannt.

 

Auf dem Gelände in Ödmühle kam auch ein Henkelkrug zu Vorschein.

Der Aiterhofener Krug aus der Münchshöfener Kultur um 4500-4200 v. Chr. ist nicht der einzige bekannte Fund eines Henkelgefässes aus dieser Zeit.

Er ist aber der älteste und ansprechendste schlanke Vertreter in der Formenreihe, die letztendlich zum altbayerischen Maßkrug führen musste.

Er fasst, so Kreisarchäologe Karl Böhm, randvoll knapp 800 ccm.

Das wären bis zum Eichstrich 750 ccm, was für den Kenner nichts anderes sei, als Dreiviertelliter oder die alten bayerischen Drei-Quartl.

 

Weitere Funde weisen in die Zeit ab 2300 v. Chr. in der, der Gebrauch von Metall bekannt wurde.

Besonders die Spätbronzezeit um 1300 - 1800 v. Chr. ist auf dieser Grabung stark vertreten.

Die Grabung Aiterhofen Am Kirchsteig wirft ein Licht auf weitere 5500 Jahre Aiterhofener Geschichte, und macht wiederum deutlich, dass die Menschen das Gebiet der Gemeinde in jeder Zeit aufs Neue zu schätzen wussten.

 

Die Pfarrkirche St. Margareta wurde im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut.

Auf dem Turm der Kirche befindet sich die älteste Glocke in Altbayern aus dem Jahre 1325.

Im Jahr 1846 wurde von Anna Fraundorfer das Kloster St. Josef der Franziskanerinnen in Aiterhofen gegründet,

das seither für die Ausbildung und Erziehung junger Mädchen viel geleistet hat.

Aushängeschild des Klosters und damit überörtlich bekannt ist die Paramentenstickerei.

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VG Aiterhofen

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Straubinger Straße 4, 94330 Aiterhofen, Deutschland

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